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Immer wieder taucht die Frage auf, welche Steine man fürs Aquarium im Allgemeinen und fürs Ostafrikaaquarium im besonderen nehmen kann oder soll.
Hier mal eine kleine Aufstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Granit:
Granit besteht im Wesentlichen aus den 3 Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer.
Granite haben ihren Namen vom lateinischen Wort Granum, was Korn bedeutet. Sie sind in der Struktur grobkristallin, wobei die Kristalle nicht oder nur schwach gerichtet sind.
Granit kann recht verschiedene Farben haben. Granit enthält praktisch immer diverse Metallionen, die aber fest in die kristallinen Strukturen eingebunden sind und sich auch im Aquarium nicht lösen. Darum kann Granit bedenkenlos in allen Aquarien eingesetzt werden.
Hier noch einige Farbmuster:
Bild von Piotr Sosnowski unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
veröffentlicht.
Bild ist gemeinfrei (public domain).


Gneis:
Die Zusammensetzung von Gneis ist mit der von Graniten vergleichbar, es treten aber noch deutlich grobere Strukturen auf. Diese Strukturen sind gerichtet. Auch Gneise sind ohne Einschränkungen für die Aquaristik geeignet.
Bilder:
Gebänderter Gneis
Augengneis
Bild von Siim Sepp unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
veröffentlicht.
Bild von Eurico Zimbres unter der
Creative Commons License veröffentlicht


Quarzit:
Quarzite sind chemisch und thermisch recht stabile Gesteine mit einem Quarzanteil von mindestens 98%. Sie sind meist von feiner bis mittlerer, ungerichteter Struktur.
Es sind fast alle Farben möglich.
Bild ist gemeinfrei
(public domain).
Bild ist gemeinfrei
(public domain).
Bild ist gemeinfrei
(public domain).


Sandstein:
Sandstein ist meist ein Sedimentgestein von feiner Struktur. Sandstein besteht aus Sand, welcher mit einem Bindemittel und Druck zu einem Gestein verbacken ist. Sandstein enthaelt oft erhebliche Anteile von Kalk und ist deshalb nicht für Weichwasseraquarien und Aqs mit niedrigem pH-Wert geeignet. Im Ostafrikaaquarium kann man ihn aber bedenkenlos einsetzen.

Bild von Michael Wolf unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
veröffentlicht.

Porphyr:
Als Porphyr bzw. Gesteine mit porphyrischem Gefüge, werden Steine vulkanischen Ursprungs bezeichnet, bei denen grobkristalline Teile in einer feinkristallinen Grundmasse eingebettet sind.
Weit verbreitet ist der rötliche Quarzporphyr, den man oft als Bruchsteinplatten für Gartenwege bekommt.
Diese sind ohne Einschränkungen in Aquarien einsetzbar.

Bild von Toony unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
veröffentlicht.

Basalt:
Basalt ist ein vulkanisches Gestein von sehr feiner Struktur. Oft sind mit dem blosen Auge keine Kristalle erkennbar. Die Farbe reicht von einem dunklen Grau bis zu annähernd schwarz.
Basalt kann ebenfalls in jedem Aquarium verwendet werden.

Bild ist gemeinfrei („public domain").

"Lochgestein":
Unter dem Begriff Lochgestein werden viele verschiedene Gesteine (Kalktuff und andere Karstgesteine) angeboten. Allen gemeinsam ist, dass es Kalksteine sind, die somit für Weichwasseraquarien nicht in Frage kommen. Für Ostafrikabecken sind sie aber gut einsetzbar.
Aquarium mit Lochsteinen

Gebankte Kalke, Plattenkalk:
Auch weisser Jura und sollnhofener Platten genannt, sind harte Kalksteine, die auch in der Natur in Plattenform vorkommen. Für Ostafrikaaquarien sind sie gut geeignet.
Sollnhofener Platten enthalten oft Dendriten, kristalline Verlaufsspuren geloester Minerale, die wie Pflanzeneinschlusse aussehen
Weisser JuraSolnhofener Plattenkalk
Bild ist gemeinfrei
(public domain).
Das Bild ist unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation
veröffentlicht


Marmor:
Marmore sind metamorphe Carbonatgesteine bestehend aus Kalcit, Dolomit oder Aragonit von mittlerer bis grober kristalliner Struktur. Feine Strukturen sind seltener, kommen aber zum Beispiel bei dem Marmor aus Carrara vor. Durch die Umwandlung bei hohem Druck sind die Marmore härter als die Ausgangsgesteine und meist auch chemisch ein wenig stabiler. Für Aquarien in denen eine langsame Aufhärtung nicht stört, ist Marmor geeignet. Farblich ist Marmor recht variabel.
Bild ist gemeinfrei
(public domain).
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Schiefer:
Ist ein aus Sedimenten entstandenes metamorphes Gestein, dessen meist dünne, blättrige Schichten parallel liegen. Es kommen Farbtöne von Dunkelgrün, Braun, Hellgrau bis Schwarz vor. Schiefer ist in allen Aquarien einsetzbar.
Ölschiefer ist kein Schiefer. Ölschiefer enthält Bitumen und andere organische Verbindungen und ist nicht für den Einsatz in Aquarien geeignet.

Bild ist gemeinfrei
(public domain).

Lava:
ein Sammelbegriff für vulkanisches Gestein. In der Aquaristik wird meist poröser Tuff (pyroklastisches gestein) eingesetzt. Die Farben reichen von Beige über Braun bis Schwarz.

Bild ist gemeinfrei
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Kies:
Kies genannt, sind durch den Transport im Wasser gerundete (Flusskies) oder rundlich abgeflachte (Meereskies) Steine unterschiedlicher Beschaffenheit.
Flusskiese sind oft aus Graniten und Gneisen, bei Meereskies kommen auch harte Kalksteine vor.
Für Ostafrikaaquarien sind alle Kies geeignet. Bei Weichwasseraquarien sollte man die Oberfläche mit Salzsäure prüfen. Schäumt der Stein beim Säurekontakt, so enthält er Kalk.

Das Bild wurde von Dori unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht

Flint:
Flint wird auch Feuerstein genannt und ist ein microkristalines Kieselgestein. Die kristallstruktur ist mit blosem Auge nicht zu erkennen.
Grundsätzlich kann Flint in allen Aquarien eingesetzt werden. Die Bruchkanten können aber messerscharf sein.

Bild ist gemeinfrei
(public domain).